Meldung
Keine Angst vor Bremerhaven – mit diesem Slogan werben Kreative aus Bremerhaven bereits seit längerem für ihre Projekte und neu entstehende Orte für Kultur, Handwerk und nachhaltiges Unternehmertum. Als im Sommer diesen Jahres der „Kreative Aufbruch Bremerhaven“ (kab) das UMZU am Hanseatenhof für mehrere Tage in eine „Bremerhavener Botschaft“ verwandelte und damit nicht nur viele neugierige Blicke auf sich zog, sondern auch Bremer Akteur:innen zum Erfahrungsaustausch einlud, kam der Wunsch nach einer Exkursion auf.
Das Projektbüro Innenstadt Bremen hat diese Idee aufgegriffen und gemeinsam mit Dr. Barbara Schieferstein von der „bis Wirtschaftsförderung Bremerhaven“ zu einer halbtägigen Exkursion in die Seestadt eingeladen, ermöglicht über das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Rund 30 Bremer:innen aus Kultur- und Kreativwirtschaft, Stadtplanung und verschiedenen Vereinen und Initiativen waren dabei.
Die Fahrt startete mit einer thematischen Einführung zum Status Quo und den Entwicklungen in Bremerhaven in den vergangenen Jahren, bevor das Goethequartier angesteuert wurde. Das an die Innenstadt grenzende Gründerzeitquartier befindet sich in einem Umbruch, der stark von der Kultur- und Kreativszene geprägt und gestaltet wird. Moritz Schmeckies hat als Anwohner die Entwicklung der Non-Profit-Gallery Goethe 45 maßgeblich vorangetrieben und berichtete von seiner Arbeit und der engen Zusammenarbeit mit der STÄWOG Wohnungsgesellschaft der Stadt Bremerhaven.
Anschließend ging es weiter zum WERK-Haus in der Bürgermeister-Smidt-Straße. Hier wird bereits seit 2020 eine Idee zur Realität: Ein Altbau aus 1905 mit insgesamt 1.100 Quadratmetern auf fünf Etagen wird schrittweise zu einem kreativen Ort für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten entwickelt mit dem Ziel, zugängliche und gestaltbare Räume für junge Menschen in Bremerhaven zu schaffen und sichern. Dr. Jonas Hummel, Mareike Hantschel, Fiona Brinker und Niklas Piatkowski führten die Exkursionsgruppe durch die einzelnen Etagen und gaben tiefe Einblicke in den partizipativen Entwicklungs- und Sanierungsprozess. Im WERK arbeiten verschiedene Kreative, Handwerker und Sozialunternehmen unter einem Dach – auch Zircula, Gewinner des diesjährigen Bremer Sozialunternehmerpreises, ist hier aktiv mit Projekten zu Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung in den Alltag.
Auch Fragen der Finanzierung wurden erläutert – so konnte bereits 2022 mit dem Anlauf des Gebäudes begonnen werden, ermöglicht durch Fundraising und private Darlehen sowie Kredite. Dabei wurde deutlich, dass der Erfolg des Projektes maßgeblich mit der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung und Gründer:innen zusammenhängt. Von Beginn an bekamen die Akteur:innen hier Unterstützung in Form von Kontaktvermittlung.
Der Besuch klang bei lockeren Gesprächen und Möglichkeiten zum Kontaktaustausch im FINDUS im Erdgeschoss des WERKS aus – einer Bio-Backstube mit Café, das gleichzeitig als sozialer Treffpunkt dient. Das WERK entwickelt sich stetig weiter und bietet in den Hausbereichen, die sich noch im Rohbau befinden, viel Raum für weitere Interessierte – nicht ausgeschlossen also, dass der ein- oder die andere zukünftig noch einmal nach Bremerhaven zurückkehrt, um sich informieren und inspirieren zu lassen.
Vielen Dank an die Bremerhavener Akteur:innen für die Unterstützung bei der Organisation, den Input und offenen Austausch!


Der Besuch klang bei lockeren Gesprächen und Möglichkeiten zum Kontaktaustausch im FINDUS aus.

Keine Angst vor Bremerhaven – mit diesem Slogan werben Kreative aus Bremerhaven bereits seit längerem für ihre Projekte und neu entstehende Orte für Kultur, Handwerk und nachhaltiges Unternehmertum.



WERK-Haus: 1.100 Quadratmetern werden schrittweise zu einem kreativen Ort für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten entwickelt.
