18.03.2026

Ansgarikirchhof und neues öffentliches WC: Innenstadt profitiert doppelt von Investitionsoffensive

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Mit der ersten Tranche aus dem Investitionssofortprogramm des Bundes wurden für die Innenstadtentwicklung zunächst zwei kleinere Vorhaben ausgewählt, die kurzfristig umzusetzen sind: die funktionale und gestalterische Aufwertung des Ansgarikirchofs und die Einrichtung von Bremens erster öffentlicher „Toilette für alle“.
Credit: Projektbüro Innenstadt Bremen

Meldung

Von dem auf Bundesebene beschlossenen „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Finanzierung von Sachinvestitionen in die Infrastruktur“ erhält Bremen einen Anteil von ca. 940 Mio. Euro. Für diese im Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) festgelegten Zuweisungen, die in den kommenden 10 Jahren zu investieren sind, hat der Senat im Dezember 2025 eine erste Investitionsoffensive in Höhe von ca. 350 Mio. EURO beschlossen. In der Maßnahmenauswahl für diese Investitionsoffensive sind auch zwei Innenstadtprojekte enthalten, die dort langersehnte Investitionen in „soziale Infrastruktur, Teilhabe und Lebensqualität“ ermöglichen:


Der Ansgarikirchhof ist ein wichtiger Stadtplatz in der zentralen Fußgängerzone. Baumbestanden und gerahmt u. a. von der altehrwürdigen Fassade der Handwerkskammer bietet er vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung und Nutzung. Mit privatem Engagement der Anrainer über einen sogenannten Business Improvement District (BID) wurde in den vergangenen Jahren schon viel zur Steigerung der Attraktivität beigetragen. Jedoch ist die Substanz des Platzes in die Jahre gekommen. So steht die Barrierefreiheit und die Verkehrssicherheit zunehmend in Frage. Mit rund 1 Mio. LuKIFG-Investitionsmitteln kann nun eine Neugestaltung der Platzfläche inklusive Beleuchtung, ergänzt um Versorgungsleitungen im Untergrund für Veranstaltungen, umgesetzt werden. Geplant ist eine Fertigstellung der Arbeiten vor den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in der Bremer Innenstadt.


Zur Verbesserung der öffentlichen Toilettenversorgung in der Innenstadt wird seit längerem ein passender Standort gesucht, der den bisherigen Provisorien in der westlichen Kernaltstadt ein Ende bereitet. Dabei soll – erstmals in Bremen – auch der Anspruch einer „Toilette für alle“ umgesetzt werden, die über die bisherigen Standards hinaus geht. Ziel ist ein inklusives Angebot auch für schwer- und mehrfachbeeinträchtigte Menschen, denen technische Unterstützung geboten wird. Gleichzeitig wird durch die bessere WC-Versorgung mit der Investition in Höhe von ca. 1 Mio. Euro auch der Freizeitwert für die zentrale Innenstadt erhöht.