23.06.2026

Baustellen-Update: Dreiklang des Wandels

Neues

Das „Simultanschach“ mit Planungen, Baustellen und fertigen impulsgebenden Projekten für die neue Bremer Innenstadt geht weiter: in der kommenden Woche finden die öffentliche Planungswerkstatt und eine Jurysitzung zum Horten-Areal statt, um bis zum Jahresende ein Zukunftsbild zu generieren. Gestartet ist die Baustelle zur Sanierung und Ertüchtigung des Ansgarikirchhofs. Bereits im Mai wurde das Neue Essighaus im Balgequartier weitestgehend fertiggestellt.

Meldung

Das Balgequartier hat einen wichtigen Meilenstein erreicht! Sechs Jahre nach der feierlichen Eröffnung des Johann Jacobs Hauses an der Oberstraße ist nun der zweite Neubau der anspruchsvollen Quartiersentwicklung fertiggestellt. An der Langen Straße trägt das Neue Essighaus seit Mai seine traditionsbewusste Architektur zur Schau und mittlerweile ist Leben in alle Etagen eingezogen. Im zugehörigen Kontorhaus am Markt laufen aktuell die Bauarbeiten, aber noch dieses Jahr sollen hier mit einem Hotel und einem Restaurant erste Nutzungsbausteine eröffnen, bevor das Stadtmusikanten- und Literaturhaus 2027 den Schlussstein der Projektentwicklung des Quartiers setzt.

 

Schlag auf Schlag bricht der Presslufthammer auf dem Ansgarikirchhof alte Fundamente auf, um belastbare Grundlagen für die funktionale und gestalterische Ertüchtigung des wichtigen Innenstadtplatzes zu schaffen. Später unsichtbar wird die neue Infrastrukturversorgung für Veranstaltungen und das Marktwesen verlegt, so dass keine Kabeltrassen mehr die Barrierefreiheit einschränken. Hinzu kommt eine neue Beleuchtung und beim Pflaster wird es eine Mischung aus alt und neu geben, um den eigenständigen Charakter des Platzes zu bewahren. Das Ganze geschieht in einer öffentlich-privaten Partnerschaft, bei der Gelder aus dem Investitionssofortprogramm des Bundes von Mitteln der Anrainer ergänzt werden.

 

Die Planungen für das Areal, das heute noch komplett von dem monolithischen ehemaligen Horten-Kaufhaus belegt ist, kommen in eine entscheidende Phase: die sechs beauftragten Bürogemeinschaften präsentieren ihre städtebaulichen Ideen und erhalten dazu Rückmeldung aus unterschiedlichen Richtungen. Wer am 2. Juli 2026 online dabei sein will, hat noch wenige Tage (bis zum 28. Juni) Zeit, sich hier zu registrieren. Gleichzeitig läuft die Auswertung der Beteiligung zu den Nutzungsvorstellungen aus der Bevölkerung, die in ein Raumprogramm für die zweite Phase des Architekturwettbewerbs überführt wird. Das finale Zukunftsbild wird dann im November durch eine Jury ausgewählt und im Dezember 2026 der Öffentlichkeit präsentiert.