Projektidee:
Das ehemalige C&A-Gebäude am Hanseatenhof zählt zu den prägenden, zugleich aber seit mehreren Jahren ungenutzten Immobilien der Bremer Innenstadt. Nach dem Auszug des Modeunternehmens im Jahr 2021 stand das 1988 errichtete Gebäude mit rund 20.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche leer. Im August 2024 hat die Müller & Bremermann GmbH & Co. KG die Immobilie im Auftrag eines privaten Investors übernommen und verantwortet seitdem deren Entwicklung. Ziel ist es, das Bestandsgebäude zu revitalisieren und den Hanseatenhof als wichtigen innerstädtischen Standort weiterzuentwickeln. Von Beginn an wurde dabei ein Nutzungsmix verfolgt, der unterschiedliche Funktionen unter einem Dach vereint und zur Belebung des Quartiers beiträgt. Die Entwicklung erfolgt in enger Abstimmung mit potenziellen Nutzern und der Stadt.
Projektablauf
Nach dem Eigentümerwechsel im Jahr 2024 begann zunächst eine Konzeptions- und Planungsphase. Parallel dazu fanden Gespräche mit potenziellen Mietern aus verschiedenen Nutzungsbereichen statt. Das Interesse an dem Standort erwies sich als hoch. Im Dezember 2025 reichte Müller & Bremermann den Bauantrag für die Umgestaltung der Immobilie ein. Mit einer Genehmigung rechnet der Projektentwickler im zweiten Quartal 2026. Bis dahin finden bereits Entkernungsarbeiten sowie erste technische und bauliche Vorbereitungen statt. Ziel ist es, noch im Laufe des Jahres 2026 mit den eigentlichen Umbaumaßnahmen zu starten.
Errichtung des Gebäudes
1988
Auszug von C&A, Leerstand
2021
Übernahme durch Müller & Bremermann
August 2024
Konzeptions- und Planungsphase
2024-2025
Einreichung Bauantrag
Dezember 2025
Erwartete Genehmigung
Q2 2026
Geplanter Beginn der Umbaumaßnahmen
ab 2026
Beschreibung
Geplant ist eine umfassende und nachhaltige Umgestaltung der Immobilie am Hanseatenhof. Das sechsstöckige Gebäude mit rund 20.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche wird grundlegend revitalisiert. Denkbar sind künftig Nutzungen aus den Bereichen Einzelhandel, Wohnen, Hotellerie sowie ein Hörsaal der Universität Bremen.
Im Inneren des Gebäudes entsteht ein rund 400 Quadratmeter großes Atrium, das für mehr Offenheit und Tageslicht sorgen soll. Zudem erhält die Immobilie eine vollständig neue Fassade. Das bestehende Dachgeschoss wird zurückgebaut und durch eine Aufstockung um zwei neue Geschosse ersetzt. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist das Nachhaltigkeitskonzept. Angestrebt wird eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Geplant sind unter anderem der Einsatz von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen sowie eine Dachbegrünung. Ziel ist es, den Energiebedarf des Gebäudes deutlich zu reduzieren und die Immobilie langfristig zukunftsfähig aufzustellen.

Perspektive Knochenhauerstraße
Visualisierung: Müller & Bremermann
Zuständigkeiten
Projektträger:in
Müller & Bremermann GmbH & Co. KG
Ort
Hanseatenhof
Architektur
GME Architekten
Finanzierung
Investition von über 100 Millionen Euro
„Bei diesem Projekt am Hanseatenhof spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Wir entwickeln bewusst ein Bestandsgebäude weiter und machen es fit für die Zukunft – energetisch, funktional und städtebaulich. So leisten wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Hanseatenhofs und der Bremer Innenstadt.“
Marco Bremermann, Geschäftsführer Müller & Bremermann GmbH & Co. KG