Umnutzung im Bestand

Wie lassen sich große Immobilien zeitgemäß umnutzen?

Für die angestrebte Nutzungsvielfalt in der Innenstadt müssen vor allem vorhandene Gebäude umgenutzt werden. Am Beispiel des Parkhauses Katharinenklosterhof werden in einer jetzt veröffentlichten Studie unterschiedliche Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit dem Gebäudebestand eingenommen – auch wenn die Parkhausnutzung auf absehbare Zeit bleibt.

Projektidee

Im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wurde das BREPARKhaus Katharinenklosterhof beispielhaft untersucht. Ausgelobt wurde ein Ideenwettbewerb mit anschließendem Werkstattverfahren. Neben bautechnischen Fragestellungen wurden unterschiedliche Nutzungsoptionen geprüft. Zum künftigen Umgang mit der Immobilie formulieren schließlich zwei Planungsteams ihre Empfehlungen. Dabei wird der Bestand als wertvoller Ressourcenspeicher gesehen, mit dem sorgsam umzugehen ist. Zielvorgabe war, die bereits gebundene Graue Energie weiter zu nutzen und möglichst wenig neue Ressourcen zu verbrauchen.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde untersucht, unter welchen Voraussetzungen Wohnen in einem (ehemaligen) Parkhaus zukünftig möglich sein könnte. Geprüft wurde u.a. welche Gebäudetiefen welche Nutzungen zulassen und welche Konsequenzen eine Veränderung der baulichen Dichte und der Geschossflächen auf die Vermarktbarkeit (Flächenbilanzierung) haben.

Die Ergebnisdokumentation des Werkstattverfahrens können Sie unten auf dieser Seite als PDF herunterladen.

Beschreibung

Als Ergebnis liegen unterschiedliche Varianten zum Bestandsumbau mit diversen Nutzungsoptionen vor. Im Werkstattprozess wurde deutlich, dass die für eine Realisierung in Frage kommenden Nutzungsarten im Detail weitgehender geprüft werden müssten. Dabei spielt vor allem die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Umbaukosten eine große Rolle. Auch zur technischen Realisierbarkeit mussten noch einige Fragen offen bleiben.

Allen Beteiligten an diesem Verfahren sei an dieser Stelle für ihr Engagement gedankt! Ein besonderer Dank ist an die beiden Teams Angelis & Partner Architekten mbB mit ensømble studio architektur und Riegler Riewe Architekten zu richten, für ihre Kreatvität und die erkenntnisreichen Ergebnisse im kooperativen Werkstattverfahren.

Der Ideenwettbewerb und das kooperative Werkstattverfahren wurde 2023 durch die BREPARK beauftragt und u.a. vom Projektbüro begleitet. Den Verfahrensprozess steuerte das Büro Luchterhandt & Partner.

Das BREPARKhaus Katharinenklosterhof wurde exemplarisch untersucht, ein Umbau ist kurz- und mittelfristig nicht vorgesehen.

Foto zeigt Meeting im Rahmen der Verfahrensbetreuung

Abschlusspräsentation der teilnehmenden Büros: stehend v.l. zu dritt vom Team Riegler Riewe, daneben zu dritt Team Angelis & Partner mit Ensømble Studio, ganz rechts Katja Krause, Geschäftsführerin der BREPARK

Credit: Projektbüro Innenstadt Bremen

Schnitt des Parkhauses Katharina

Gebäudeschnitt in der Konzeptstudie von Riegler Riewe Architekten

Schnitt des Parkhauses

Gebäudeschnitt in der Konzeptstudie Angelis & Partner Architekten, Oldenburg mit Ensømble Studio Architektur, Berlin: In den oberen Stockwerken wäre eine Wohnnutzung grundsätzlich möglich.

V.r. erste und zweite Abb.: Konzept von Riegler Riewe Architekten, dritte und vierte Abb.: Konzept von Angelis & Partner mit Ensømble Studio Architektur

Downloads

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Abschlussdokumentation
Werkstattverfahren BREPARKhaus Katharinenklosterhof
Stand Juni 2024

Zuständigkeiten

Projektträger:in

BREPARK GmbH

Ort

Untersucht wurde das BREParkhaus Katharinenklosterhof

Finanzierung

Bundesprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)

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Nutzungsmix am Beispiel des Parkhauses Katharinenklosterhof: Wie lassen sich große Immobilien zeitgemäß umnutzen?

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Seitenansicht eines Parkhauses
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