Sanierung Weserbrücken

"Wat mutt, dat mutt"

Die Bürgermeister-Smidt-Brücke ist die erste, aber nicht die einzige Weserquerung in der Innenstadt, die in den kommenden Jahren modernisiert wird. Viele Brücken in Bremen sind älter als 50 Jahre und tragen schon seit langem viel mehr Verkehr, als man bei ihrem Bau erwartet hat. Berechnungen zur Tragfähigkeit haben nun gezeigt, dass alle großen Bremer Brücken für die Zukunft modernisiert oder auch neugebaut werden müssen.

Projektidee

Als Stadt am Fluss sind die Bremer Brücken zentrale Wege über die Weser. Prüfungen ergaben, dass alle drei innerstädtischen Weserbrücken (Wilhelm-Kaisen-, Bürgermeister-Smidt- und Stephanibrücke) in ihrer Nutzung beschränkt und in den kommenden Jahren in Stand gesetzt werden müssen. Das ist wenig überraschend, denn die Brücken haben bereits einen großen Teil ihrer ursprünglich geplanten Nutzungszeit hinter sich. Einige tragende Bauteile sind entsprechend nicht mehr voll tragfähig und müssen verstärkt werden. Durch die Verstärkung können die vollen Lasten wieder sicher aufgenommen werden. Die vorbereitenden Planungen hierzu laufen bereits.

Infos zu den betroffenen Brücken und geplanten Maßnahmen gibt es eigens für das Thema eingerichteten Website des Ressorts der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung.

Projektablauf

Ausschlaggebend waren die vom Bund veranlassten Nachberechnungen zu allen deutschen Brückenbauwerken. Diese werden von intensiven objektbezogenen Analysen begleitet. Allein aus den Berechnungsergebnissen mussten alle drei innerstädtischen Weserbrücken (Wilhelm-Kaisen-, Bürgermeister-Smidt- und Karl-Carstens-Brücke) in ihrer Nutzung beschränkt werden.

Durch die Objektanalyse wurden bei der Bürgermeister-Smidt-Brücke zusätzlich schadhafte Zuganker entdeckt. Diese müssen so schnell wie möglich verstärkt werden, dass sonst die Brücke nicht mehr genutzt werden kann. 

Bürgermeister-Smidt-Brücke: Vorbereitende Maßnahmen = Not-Ballastierung der Zuganker

Dezember 2023 bis 2026/2027

Bürgermeister-Smidt-Brücke: Kurzfristige Notmaßnahmen/Vollsperrung Verstärkung der Zuganker

4. November 2024 bis voraussichtlich bis ins erste Quartal 2025

Bürgermeister-Smidt-Brücke: Belastungstests werden durchgeführt unter Beteiligung des ASV, der BSAG und der Hochschule Bremen

August 2025

Wilhelm-Kaisen-Brücke: Arbeiten zur Ertüchtigung und Verlängerung der Restnutzungsdauer starten

August 2025

Bürgermeister-Smidt-Brücke: Auswertung der erhobenen Datenmengen des Belastungstests

Ab September 2025

Wilhelm-Kaisen-Brücke: Beendigung der Baumaßnahmen zur Ertüchtigung

März 2026

Bürgermeister-Smidt-Brücke: Freigabe der Brücke für Straßenbahnen

April 2026

Aktueller Stand

Eine der zwei großen Brücken, die in die Innenstadt führen, ist die Bürgermeister-Smidt-Brücke. Sie verbindet die Neustadt mit dem Brill. Täglich überqueren mehr als 15.000 Autos, sowie insgesamt mehr als 750 Straßenbahnen und Busse die Brücke. Als die Brücke 1952 eingeweiht wurde, war ein solches Verkehrsaufkommen unvorstellbar. Daher müssen die so genannten Zuganker in den kommenden Monaten dringend verstärkt werden, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Brücke zu gewährleisten.


Die ersten Maßnahmen führten dazu, dass die seit 4. November 2024 geltende Vollsperrung wieder aufgehoben und die Brücke mit Ausnahme von Straßenbahnen wieder mit anderen Verkehrsmitteln genutzt werden konnte. Ab April 2026 darf nach ausführlicher Auswertung von Messdaten nach einem Belastungsversuch – unter Einhaltung bestimmter Auflagen – wieder der gesamte ÖPNV über die Bürgermeister-Smidt-Brücke fahren.


Nach dem Motto „wat mutt, dat mutt“ informieren die zuständigen Stellen über notwendige Sperrungen und Umleitungen: https://bruecken.bremen.de/.

Foto zeigt Blick auf die Bürgermsiter-Smidt-Brücke von der Schlachte aus

Für den Fuß- und Radverkehr, für Pkw und Lkw sowie für die Busse und Straßenbahnen des ÖPNV war die Bürgermeister-Smidt-Brücke während der Notmaßnahmen voll gesperrt.

Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen / Christian Burmester

Luftbild der Bürgermeister-Smidt-Brücke

Die Notmaßnahmen an der Bürgermeister-Smidt-Brücke starteten im November 2024.

Foto: Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / Studio B GmbH

Luftbild der Bürgermeister-Smidt-Brücke

Die Notmaßnahmen an der Bürgermeister-Smidt-Brücke starteten im November 2024.

Foto: Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / Studio B GmbH

Winter 2024/2025: Brückenillumination an der Bürgermeister-Smidt-Brücke setzte ein strahlendes Zeichen für die Innenstadt. Realisiert durch die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit der City-Initiative Bremen Werbung e.V., umgesetzt von Luminar.

Foto: Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / GfG - Gruppe für Gestaltung, Michel Iffländer

Karte zeigt die sanierungsbedürftigen Brücken

1) Bürgermeister-Smidt-Brücke, 2) Wilhelm-Kaisen-Brücke, 3) Karl-Carstens-Brücke, 4) Stephanibrücke, 5) Weserbrücke

Karte: Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / GfG - Gruppe für Gestaltung

Zuständigkeiten

Projektträger:in

Amt für Straßen und Verkehr (ASV)

Akteur:innen

Amt für Straßen und Verkehr (ASV) – Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung in enger Absprache mit der Bremer Straßenbahn AG (BSAG)

"Die Sicherheit und Langlebigkeit der Bremer Brücken stehen für uns an erster Stelle. Mit der Ertüchtigungsmaßnahme der Bürgermeister-Smidt-Brücke sichern wir diese zentrale Weserquerung für die Zukunft. Uns ist bewusst, dass die Vollsperrung eine Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmenden darstellt, doch sie ist leider unvermeidlich, um die Brücke weiterhin sicher nutzen zu können. Bremen braucht stabile und belastbare Brücken – für die Wirtschaft, den ÖPNV und das tägliche Leben in der Stadt. Wir bitten daher um Verständnis – wat mutt, dat mutt."

Dr. Ralph Baumheier, Staatsrat bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Aktuelles

12.11.2025

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Dr. Julia Gantenberg auf dem Weg in die Uni am Domshof
Wir werden oft gefragt, was sich konkret in der Innenstadt verändert. Eine neue filmische Reportage zeigt eine Auswahl an Projekten, die uns in den letzten zwei Jahren bewegt haben – von Jugendbeteiligung über mutige private Investitionen bis hin zu nachhaltiger Stadtentwicklung mit Weitblick. Innenstadtentwicklung, die Lust auf den Wandel macht. Jetzt online anschauen!
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20.06.2025

Jetzt online: Aktionsplan Centrum Bremen 2030+

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Detail Darstellung des westlichen Kernbereichs im Aktionsplan Centrum Bremen
Für die Entwicklung der Innenstadt gibt es jetzt einen Aktionsplan. Als konkrete Arbeitshilfe zur Umsetzung der „Strategie Centrum Bremen 2030+“ zeigt er, wo, wann und wie Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft in den nächsten zehn Jahren gemeinsam an der Zukunft der Innenstadt arbeiten. Der Aktionsplan liegt ab sofort als anschauliches PDF zum Download bereit.
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18.03.2025

Verkehrsbaukultur: Dechanatstraße wird umgebaut und Stadtraum Domsheide geplant

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Die Arbeiten sind eingebettet in eine Reihe von Maßnahmen, die den Verkehrsraum weiterentwickeln und die Aufenthaltsqualität vor Ort verbessern, aber auch Klimaschutz und -anpassung in die Bremer Innenstadt bringen. Zu den geplanten Bau- und Umbaumaßnahmen gehören neben einem grüneren und wassersensibleren Entrée zum Schnoor auch vorausschauende Fernwärmeleitungen und die Planungen zum Stadtraum und den Haltestellen Domsheide.
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