Projektidee
Als Stadt am Fluss sind die Bremer Brücken zentrale Wege über die Weser. Prüfungen ergaben, dass alle drei innerstädtischen Weserbrücken (Wilhelm-Kaisen-, Bürgermeister-Smidt- und Stephanibrücke) in ihrer Nutzung beschränkt und in den kommenden Jahren in Stand gesetzt werden müssen. Das ist wenig überraschend, denn die Brücken haben bereits einen großen Teil ihrer ursprünglich geplanten Nutzungszeit hinter sich. Einige tragende Bauteile sind entsprechend nicht mehr voll tragfähig und müssen verstärkt werden. Durch die Verstärkung können die vollen Lasten wieder sicher aufgenommen werden. Die vorbereitenden Planungen hierzu laufen bereits.
Infos zu den betroffenen Brücken und geplanten Maßnahmen gibt es eigens für das Thema eingerichteten Website des Ressorts der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung.
Projektablauf
Ausschlaggebend waren die vom Bund veranlassten Nachberechnungen zu allen deutschen Brückenbauwerken. Diese werden von intensiven objektbezogenen Analysen begleitet. Allein aus den Berechnungsergebnissen mussten alle drei innerstädtischen Weserbrücken (Wilhelm-Kaisen-, Bürgermeister-Smidt- und Karl-Carstens-Brücke) in ihrer Nutzung beschränkt werden.
Durch die Objektanalyse wurden bei der Bürgermeister-Smidt-Brücke zusätzlich schadhafte Zuganker entdeckt. Diese müssen so schnell wie möglich verstärkt werden, dass sonst die Brücke nicht mehr genutzt werden kann.
Bürgermeister-Smidt-Brücke: Vorbereitende Maßnahmen = Not-Ballastierung der Zuganker
Dezember 2023 bis 2026/2027
Bürgermeister-Smidt-Brücke: Kurzfristige Notmaßnahmen/Vollsperrung Verstärkung der Zuganker
4. November 2024 bis voraussichtlich bis ins erste Quartal 2025
Bürgermeister-Smidt-Brücke: Belastungstests werden durchgeführt unter Beteiligung des ASV, der BSAG und der Hochschule Bremen
August 2025
Wilhelm-Kaisen-Brücke: Arbeiten zur Ertüchtigung und Verlängerung der Restnutzungsdauer starten
August 2025
Bürgermeister-Smidt-Brücke: Auswertung der erhobenen Datenmengen des Belastungstests
Ab September 2025
Wilhelm-Kaisen-Brücke: Beendigung der Baumaßnahmen zur Ertüchtigung
März 2026
Bürgermeister-Smidt-Brücke: Freigabe der Brücke für Straßenbahnen
April 2026
Aktueller Stand
Eine der zwei großen Brücken, die in die Innenstadt führen, ist die Bürgermeister-Smidt-Brücke. Sie verbindet die Neustadt mit dem Brill. Täglich überqueren mehr als 15.000 Autos, sowie insgesamt mehr als 750 Straßenbahnen und Busse die Brücke. Als die Brücke 1952 eingeweiht wurde, war ein solches Verkehrsaufkommen unvorstellbar. Daher müssen die so genannten Zuganker in den kommenden Monaten dringend verstärkt werden, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Brücke zu gewährleisten.
Die ersten Maßnahmen führten dazu, dass die seit 4. November 2024 geltende Vollsperrung wieder aufgehoben und die Brücke mit Ausnahme von Straßenbahnen wieder mit anderen Verkehrsmitteln genutzt werden konnte. Ab April 2026 darf nach ausführlicher Auswertung von Messdaten nach einem Belastungsversuch – unter Einhaltung bestimmter Auflagen – wieder der gesamte ÖPNV über die Bürgermeister-Smidt-Brücke fahren.
Nach dem Motto „wat mutt, dat mutt“ informieren die zuständigen Stellen über notwendige Sperrungen und Umleitungen: https://bruecken.bremen.de/.

Für den Fuß- und Radverkehr, für Pkw und Lkw sowie für die Busse und Straßenbahnen des ÖPNV war die Bürgermeister-Smidt-Brücke während der Notmaßnahmen voll gesperrt.
Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen / Christian Burmester

Die Notmaßnahmen an der Bürgermeister-Smidt-Brücke starteten im November 2024.
Foto: Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / Studio B GmbH

Die Notmaßnahmen an der Bürgermeister-Smidt-Brücke starteten im November 2024.
Foto: Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / Studio B GmbH

Winter 2024/2025: Brückenillumination an der Bürgermeister-Smidt-Brücke setzte ein strahlendes Zeichen für die Innenstadt. Realisiert durch die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit der City-Initiative Bremen Werbung e.V., umgesetzt von Luminar.
Foto: Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / GfG - Gruppe für Gestaltung, Michel Iffländer

1) Bürgermeister-Smidt-Brücke, 2) Wilhelm-Kaisen-Brücke, 3) Karl-Carstens-Brücke, 4) Stephanibrücke, 5) Weserbrücke
Karte: Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung / GfG - Gruppe für Gestaltung
Zuständigkeiten
Projektträger:in
Amt für Straßen und Verkehr (ASV)
Akteur:innen
Amt für Straßen und Verkehr (ASV) – Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung in enger Absprache mit der Bremer Straßenbahn AG (BSAG)
"Die Sicherheit und Langlebigkeit der Bremer Brücken stehen für uns an erster Stelle. Mit der Ertüchtigungsmaßnahme der Bürgermeister-Smidt-Brücke sichern wir diese zentrale Weserquerung für die Zukunft. Uns ist bewusst, dass die Vollsperrung eine Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmenden darstellt, doch sie ist leider unvermeidlich, um die Brücke weiterhin sicher nutzen zu können. Bremen braucht stabile und belastbare Brücken – für die Wirtschaft, den ÖPNV und das tägliche Leben in der Stadt. Wir bitten daher um Verständnis – wat mutt, dat mutt."
Dr. Ralph Baumheier, Staatsrat bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung
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