09.02.2024

Vorstellung: Verfahren zur Neuentwicklung auf dem Grundstück des Parkhauses Mitte

Der Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Areals rund um das Parkhaus Mitte kommt ins Laufen. Öffentlich vorgestellt wurden nun die detaillierten Rahmenbedingungen und Fragestellungen zur Auslobung.

Meldung

Der Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Areals rund um das Parkhaus Mitte ist gestartet. Rund um den heutigen Gebäudekern soll zukünftig eine neue Nutzungsvielfalt mitten in der Bremer Innenstadt entstehen. Geplant ist, das Gebäude ab dem Jahr 2026 abzureißen, um Platz für einen Neubau zu machen, der unter anderem dringend benötigte Wohnraum beinhalten soll und neue Wegeverbindungen zwischen Knochenhauer-, Söge- und Obernstraße ermöglicht.

Die Rahmenbedingungen und Fragestellungen zum Wettbewerb wurden Anfang Februar im Haus der Wissenschaft der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Mehr als 100 Gäste fanden sich im Haus der Wissenschaft ein, wo das die BREBAU, das Projektbüro Innenstadt und das Bauressort gemeinsam informierten.

Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther umriss dabei gleich zu Beginn die die Aufgabenstellung: „Die Neuentwicklung des Grundstücks bietet die Chance für eine Entwicklung der Knochenhauer-/Söge-/Papen- und Obernstraße. Neue Adressen und deutlich bessere Aufenthaltsqualitäten können entstehen und Nebenlagen werden aufgewertet. Durch eine charaktervolle Architektur und städtebauliche Einbindung soll sich das Gebäude öffnen und mit vielfältigen Angeboten eine besondere Wirkung in der zentralen Innenstadt entfalten.“ beschreibt Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther die Aufgabenstellung.

„Um die Entwicklung des Centrums über den Einzelhandel hinaus mit Wohnen, Bildung, Kultur und anderen Nutzungsarten voranzutreiben, brauchen wir eine Immobilie, die verschiedenartige Nutzungen und Flächen mit unterschiedlichem Zuschnitt und Charakter vereint“, ergänzte Carl Zillich.

In der laufenden ersten Wettbewerbsphase geht es um die stadträumliche und städtebauliche Analyse. Erste architektonische und freiraumplanerische Entwürfe sollen bis zum Sommer entstehen. Zugelassen zur Teilnahme wurden 12 Architekturbüros aus dem In- und Ausland. Im Juni wählt das Preisgericht bis zu sechs Entwürfe aus, die in der zweiten Phase anhand individueller Hinweise des Preisgerichts weiterentwickelt werden sollen. Die abschließende Jurysitzung ist für Herbst 2024 geplant, so dass im Winter 2024 mit einer Entscheidung zu rechnen ist, bevor der Rückbau startet.

Eingebunden in das Verfahren wird auch der Bürger:innenrat Stadtraum Centrum Bremen (BSCB). Das rund 30-köpfige Panel, das die Vielfalt der Bremer Stadtgesellschaft spiegelt und hierfür in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Landesamt zusammengestellt wurde, befasst sich bereits seit dem vergangenen Jahr intensiv mit der Weiterentwicklung des öffentlichen Raumes. Stellvertretend für die breite Bremer Öffentlichkeit sichtet der BSCB die Entwürfe und beurteilt diese. Die Ergebnisse der Sitzung fließen dann in die Grundlagen ein, die der Fachjury Jury anschließend zur Verfügung gestellt werden.

Der Wettbewerb zum Parkhaus sowie die Durchführung des BSCB werden gefördert durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Das Programm fördert die nachhaltige Entwicklung der Bremer Innenstadt durch acht pilothafte Maßnahmen und Schlüsselprojekte. Inklusive einer Kofinanzierung durch die Stadt stehen knapp sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Frontalansicht des Parkhaus Mitte

Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen/Christian Burmester ​

Versammlung des Bürgerinnenrats zum Infoabend

Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen/Christian Burmester ​

Mann präsentiert mittels einer Powerpoint den Zeitplan des Wettbewerbverfahrens

Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen/Christian Burmester

Infoabend des Bürger:innenrats

Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen/Christian Burmester ​