Projekte
Mehr Vielfalt zwischen Wall und Weser
Bremens Innenstadt mit ihren historischen Bauten und ihrer Lage zwischen Wall und Weser hat viele Qualitäten. Sie steht aber auch unter Druck. Zunehmender Onlinehandel, Klimawandel und eine vielfältiger werdende Gesellschaft sind nur einige der Herausforderungen. Das Bremer Centrum muss sich neu erfinden. Das Projektbüro Innenstadt koordiniert, unterstützt und begleitet eine Vielzahl von Projekten. Dank des bundesweiten Programms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ und einer Kofinanzierung durch die Stadt standen bis Ende 2025 knapp 6 Millionen Euro zusätzliche Mittel für den Wandel der Innenstadt zur Verfügung.
Aktionsplan
Centrum Bremen 2030+
Der Wandel der Bremer Innenstadt erfolgt dynamisch, aber mit Plan, genauer: mit dem „Aktionsplan Centrum Bremen 2030+“. Er zeigt erstmals auf, was sich wo in den nächsten Jahren konkret verändert und bündelt alle Maßnahmen und Projekte, mit denen künftig ein lebendigeres, vielfältigeres und nachhaltigeres Centrum entsteht.
Konzerthaus Glocke
Umbau & Modernisierung von Bremens traditionsreichem Konzerthaus
Die Glocke wird 100 Jahre alt. Rechtzeitig zum Jubiläum soll das 1928 erbaute Konzerthaus vergrößert, modernisiert und den Anforderungen des 21. Jahrhundert angepasst werden. Neben dem UNESCO-Welterbe Rathaus und Roland sowie der Böttcherstraße und dem St. Petri Dom ist die Glocke das kulturelle Highlight der Innenstadt und eine der meistbesuchten Kultureinrichtungen Bremens.
Parkhaus Mitte
Wettbewerb zur Neuentwicklung auf dem Grundstück Parkhaus Mitte
Wo heute das Parkhaus Mitte steht, soll ein moderner multifunktionaler Neubau entstehen, der unter anderem Wohnraum in der Innenstadt schafft und neue Wegeverbindungen zwischen Knochenhauer-, Söge- und Obernstaße ermöglicht. Die Neuentwicklung wird der Bremer Innenstadt einen zukunftsweisenden Impuls geben.
Ehemaliges Horten-Kaufhaus
Bremen kauft und entwickelt die größte Gewerbe-Immobilie der Innenstadt
Das ehemalige Horten-Kaufhaus wird zu einem modernen, zukunftsweisenden Quartier im Herzen der Innenstadt transformiert. Die Neuentwicklung verbindet vielseitige Nutzungen, nachhaltige Bauweise und urbane Aufenthaltsqualität. So entsteht ein lebendiger Ort, der Bremen stärkt und neue Impulse setzt.
Umbau des ehemaligen C&A-Gebäudes am Hanseatenhof
Neuer Nutzungsmix für die Großimmobilie
Hanseatenhof 1
Mit der Revitalisierung der ehemaligen C&A-Immobilie am Hanseatenhof treibt Müller & Bremermann die Weiterentwicklung eines zentralen Innenstadtstandorts voran. Der Bauantrag für die nachhaltige Umgestaltung ist eingereicht und damit die Planungen für einen neuen Mixed-Use-Ansatz des Gebäudes konkretisiert.
Drei neue Taubenhäuser für Bremens Innenstadt
Bremer Weg im Umgang mit Stadttauben erfolgreich fortgesetzt
BrePark-Parkhäuser Katharina und Am Brill
Mit Taubenhäusern können Stadttauben tierschutzgerecht versorgt und zugleich ein wichtiger Beitrag für mehr Sauberkeit und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt geleistet werden. Nachdem sich das erste Taubenhaus auf dem Dach des Parkhauses Am Brill bewährt hat, wurde mit dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)“ der Aufbau von drei weiteren Taubenhäusern ermöglicht.
Revitalisierung eines Geschäftshauses in der Sögestraße
Neugestaltete Handelsfläche im Erdgeschoss sowie elf neu geschaffene Wohnungen in den Obergeschossen
Sögestraße 56 / Carl-Ronning-Straße 15
Im Herzen der Bremer Innenstadt wird auf 1.200 m² das Geschäftshaus Sögestraße 56 / Carl-Ronning-Straße 15 revitalisiert. Neben einer neugestalteten Handelsfläche im Erdgeschoss wird es zukünftig in den Obergeschossen elf Wohnungen geben.
Neubau mit Kita am Schnoor
Bestandsentwicklung und Nachverdichtung mit Kindertagesstätte
Balgebrückstr. 22 Ecke Hohe Str. 6-7
Am Eingang des Bremer Schnoorviertels wurde ein Bestandsgebäude umgebaut und um einen mischgenutzten Neubau erweitert: Aus einem ehemaligen Schulgebäude entstand ein modernes, barrierefreies Ensemble mit sozialer Nutzung und hoher städtebaulicher Qualität.
Das Balgequartier
Neue Nutzungsvielfalt in historischen Gebäuden
Mit dem Balgequartier entsteht ein zentraler Baustein für die Bremer Innenstadt der Zukunft. Das Quartier führt ein Ensemble wichtiger historischer und identitätsstiftender Gebäude zusammen, die viele Jahre nicht öffentlich zugänglich waren und schafft neue Verbindungen von der City zur Weser.
Klimaangepasste Stadträume
Handlungskonzept und Umbau der ersten Klimastraße
Bremens Innenstadt muss sich an die Folgen des Klimawandels anpassen. Ein durch das Projektbüro beauftragtes Handlungskonzept zur Klimaanpassung empfiehlt 30 Potenzialräume zwischen Wall und Weser, die künftig klimaangepasst umgebaut werden sollen. Mit den bis Ende 2025 zur Verfügung stehenden Bundesfördermitteln wird die Dechanatstraße modellhaft zur ersten Klimastraße im Centrum umgebaut.
Domshof 2025+
Mehr Aufenthaltsqualität auf Bremens größtem Platz
Durch die Umgestaltung bekommt Bremens wichtigster Platz mehr Bäume, eine höhere Aufenthaltsqualität und bessere Bedingungen für den Wochenmarkt, Veranstaltungen und Gastronomie. Eine abgestimmte Planung liegt vor, eine Umsetzung ist in den kommenden Jahren vorgesehen.
Wissenschaft im Centrum
Neuansiedlung wissenschaftlicher Einrichtungen
Der erste Schritt ist gemacht: Mit ihrem „Forum am Domshof“ ist die Universität seit Oktober 2024 in der Innenstadt präsent. Langfristig sollen sich weitere wissenschaftliche Einrichtungen im Centrum ansiedeln. Grundlagen dafür bilden zwei im Rahmen des Bundesprogramms “Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ erarbeitete Studien.
Experimentierraum UMZU
Raum für Stadtmacher:innen
Ein Teil des gläsernen Marktpavillons wurde zum UMZU, einem Experimentierraum für gemeinwohlorientierte Initiativen und Kreative. In dem ehemaligen Blumenladen am Hanseatenhof ist ein Begegnungsort für Alle mit kostenlosen Workshops, Ausstellungen und Lesungen entstanden.
Potenzialorte
Nebenlagen abseits der großen Einkaufsstraßen
Zwischen Parkplatz, Lieferzone und Abkürzungsroute verbergen sich Räume mit echten Potenzialen: Eine aktuelle Studie zeigt, welche Chancen in wenig genutzten Lagen schlummern – und wie sie zu attraktiven Orten des Aufenthalts und der Begegnung werden können. Die vollständige Studie mit allen Details steht jetzt zum Download bereit.
Serviced Apartments in der Martinistraße
Wohnen in einer ehemaligen Bank
In Zukunft soll es zwischen Wall und Weser wieder mehr Wohnungen geben. Mehr Bewohner:innen bringen mehr Leben in die Innenstadt – auch außerhalb der Geschäfts- und Bürozeiten. Der zunehmende Leerstand bietet hier große Chancen. In der Martinistraße wird nun die ehemalige Greensill-Bank zu Wohnzwecken umgebaut.
Sanierung Weserbrücken
"Wat mutt, dat mutt"
Die Bürgermeister-Smidt-Brücke ist die erste, aber nicht die einzige Weserquerung in der Innenstadt, die in den kommenden Jahren modernisiert wird. Viele Brücken tragen schon seit langem viel mehr Verkehr, als man bei ihrem Bau erwartet hat. Berechnungen zur Tragfähigkeit haben nun gezeigt, dass alle großen Bremer Brücken für die Zukunft modernisiert oder oder auch neugebaut werden müssen.
Dachlandschaften
Lebendige Dächer für die Bremer Innenstadt
Wie wäre es, wenn auf ungenutzten Dächern zukünftig Orte des sozialen Miteinanders oder Räume zur Klimaanpassung entstehen würden? Das Projektbüro Innenstadt Bremen hat dazu ein Handlungskonzept vorgelegt, das die „Dritte Dimension“ unter die Lupe nimmt. Darin werden nicht nur vielfältige Nutzungsideen für Dachflächen aufgezeigt, sondern auch die technischen Grundlagen bei der Umsetzung erörtert.
Neues Beteiligungsformat
Bürger:innenrat Stadtraum Centrum Bremen
Die Innenstadt geht alle an. Deshalb sollen sich möglichst alle Bremer:innen am Wandel der Innenstadt beteiligen. Mit dem Bürger:innenrat geht das Projektbüro einen neuen Weg der Beteiligung: eine Gruppe von zufällig ausgewählten Menschen aus allen Milieus und Stadtteilen entwickelt mit Fachleuten gemeinsam Handlungsempfehlungen.
Neue Handelskonzepte
Ansiedlungsförderung für die Innenstadt der Zukunft
Handel im Wandel. Weil der Online-Handel immer wichtiger wird, sind für die Innenstadt neue Konzepte gefragt. Um zu erproben, welche neuen Angebote wirtschaftlich tragfähig sind und auf Resonanz stoßen, führt die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) verschiedene Projekte zur Ansiedlungsförderung durch.
Stadtmacher:innen im Centrum
Förderprogramme
„Stadtmacher:innen“ aus Vereinen, Initiativen oder der Kreativwirtschaft sind treibende Kräfte der Transformation „von unten“, also aus der Zivilgesellschaft heraus. Sie entwickeln Ideen und Visionen für die Innenstadt und haben dabei das Gemeinwohl im Blick. Das Projektbüro Innenstadt Bremen bietet Stadtmacher:innen Unterstützung ihre Ideen auszuprobieren.
binnenstadt
Stadt für Alle von Wall bis Weser
Die Bremer Innenstadt ist im Wandel. Die Kampagne, Plattform und Veranstaltungsserie "binnenstadt - Stadt für Alle von Wall bis Weser" macht Lust auf die Transformation der Innenstadt, als identitätsstiftenden Ort für Alle. Dahinter steckt das Projektbüro Innenstadt Bremen, das ressort- und akteur:innenübergreifend mit der Koordination der Innenstadtthemen beauftragt ist.
Wärmewende Innenstadt
Ausbau vom Nah- und Fernwärmenetz
Der Klimawandel geht alle an. Auch die Bremer Innenstadt muss ihren Beitrag leisten zum Erreichen der Klimaziele. Die hohe Bebauungsdichte zwischen Wall und Weser bietet viel Potenzial zum klimaverträglichen Umbau der Wärmeversorgung. Dadurch werden auch Anreize zur Modernisierung der Immobilien geschaffen.
Stadtmusikanten- und Literaturhaus
Geplantes Kulturhighlight im Kontorhaus am Markt
Die Bremer Stadtmusikanten sind der weltweit bekannteste Werbeträger der Stadt, eine Weltmarke. Sichtbar sind sie in der Innenstadt lediglich als kleine Statue neben dem Rathaus. Nun bekommen sie mit dem neuen Stadtmusikanten- und Literaturhaus eine größere Bühne.
Umnutzung im Bestand
Wie lassen sich große Immobilien zeitgemäß umnutzen?
Für die angestrebte Nutzungsvielfalt in der Innenstadt müssen vor allem vorhandene Gebäude umgenutzt werden. Am Beispiel des Parkhauses Katharinenklosterhof werden in einer jetzt veröffentlichten Studie unterschiedliche Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit dem Gebäudebestand eingenommen – auch wenn die Parkhausnutzung auf absehbare Zeit bleibt.