Stadtmusikanten- und Literaturhaus

Neue Vielfalt
Die Bremer Stadtmusikanten sind der weltweit bekannteste Werbeträger der Stadt, eine Weltmarke. Sichtbar sind sie in der Innenstadt lediglich als kleine Statue neben dem Rathaus. Nun bekommen sie mit dem neuen Stadtmusikanten- und Literaturhaus eine größere Bühne. Das 1911 erbaute Kontorhaus am Markt wird derzeit zu einem ebenerdigen Haus umgebaut, in dem auch das Stadtmusikanten- und Literaturhaus einziehen soll.

Projektidee

Das „Stadtmusikanten- und Literaturhaus“ (SLH) entsteht im Kontorhaus am Markt und soll unter anderem eine anspruchsvolle Edutainment-Ausstellung über die Stadtmusikanten und die Gebrüder Grimm enthalten. Im Tiefparterre ist eine audiovisuelle Edutainment-Ausstellung geplant, die den vielschichtigen Gehalt des Gebrüder-Grimm-Märchens – Vertreibung, Flucht, Solidarität – auf innovative und ansprechende Weise für Groß und Klein aufbereiten soll. Ein weiterer Teil des vormaligen Bankhauses ist für vielfältige Aktivitäten (wie Lesungen, Events, Workshops, Poetry Slams etc.) der Bremer Literatur- und Kulturszene reserviert. Die für das Literaturhaus vorgesehene Teilfläche soll einen Begegnungsort für die Bremens Literaturszene schaffen.

Dr. Andreas Bovenschulte, Bürgermeister und Senator für Kultur zum Stadtmusikanten und Literaturhaus: „Wir wollen mit dem Stadtmusikanten- und Literaturhaus etwas ganz Neues wagen, das sich eben nicht in all die anderen existierenden Märchenausstellungskonzepte in Deutschland einreiht. Wir wollen das Märchen, dass so eng mit unserer Stadt verbunden ist, in seiner ganzen Vielschichtigkeit inhaltlich und technisch intelligent aufbereiten und attraktiv darstellen. Durch die enge Verbindung mit unserer aktiven Bremer Literaturszene wollen wir ein markantes Alleinstellungsmerkmal für Bremen schaffen. Dass dieser Ansatz richtig ist, hat die erfolgreiche Bewerbung um dem UNESCO-Titel „City of Literatur“ eindrucksvoll belegt.“

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Projektablauf

Das Stadtmusikanten- und Literaturhaus war Bestandteil der Bewerbung von Bremen als „Stadt der Literatur“. Diesen Titel hat die UNESCO Bremen 2023 verliehen. Als Chance erwies sich, dass das Projekt ein wichtiger Baustein der privaten Projektentwicklung „Balgequartier“ ist, in deren Rahmen das Kontorhaus am Markt derzeit durch den privaten Investor und Eigentümer umgebaut wird, um nach Fertigstellung an die Stadt Bremen als Mieter übergeben zu werden.

Umbau des Kontorhauses am Markt durch den privaten Investor und Eigentümer
Übergabe an die Stadt Bremen als Mieter
Ausbau der angemieteten Flächen zum „Stadtmusikanten- und Literaturhaus“

Beschreibung

Erläuterungen am Modell des Kontorhauses (von links): Architekt Rainer Schürmann, Dr. Johann Christian Jacobs, Jean Jaques de Chapeaurouge (Geschäftsführer HPE Hanseatische Projektentwicklung GmbH) und Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte.

Erläuterungen am Modell des Kontorhauses (von links): Architekt Rainer Schürmann, Dr. Johann Christian Jacobs, Jean Jaques de Chapeaurouge (Geschäftsführer HPE Hanseatische Projektentwicklung GmbH) und Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte.

Foto Credit: Senatspressestelle

Mann posiert mit den Bremer Stadtmusikanten und Frau macht Foto

Foto Credit: Projektbüro Innenstadt / Carl Zillich

Dr. Johann Christian Jacobs (links) und Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte mit dem Mietvertrag.

Dr. Johann Christian Jacobs (links) und Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte mit dem Mietvertrag.

Foto Credit: Senatspressestelle

Zuständigkeiten

Projektträger:in

Ab Übergabe der Mietsache an den Mieter Stadt Bremen der Senator für Kultur

Ort

Kontorhaus am Markt

Projektbüro

Prozessbegleitung (wird ausgeschrieben)

Finanzierung

Geplant 13,5 Millionen Euro – davon 4,9 Millionen Euro Förderung vom Bund

Akteur:innen

Ein noch zu findender Konzessionär für die Stadtmusikanten-Ausstellung (wird ausgeschrieben); Bremer Literaturkontor e.V. und Virtuelles Literaturhaus Bremen e.V. betreiben das Literaturhaus gemeinsam.

„Wir wollen mit dem Stadtmusikanten- und Literaturhaus etwas ganz Neues wagen, das sich eben nicht in all die anderen existierenden Märchenausstellungskonzepte in Deutschland einreiht.“

Dr. Andreas Bovenschulte, Bürgermeister und Senator für Kultur